William Ury: The walk from “no” to “yes” (Video)

Ein Mann im mittleren Osten vererbt seinen drei Söhnen 17 Kamele.

Der erste Sohn soll die Hälfte der Kamele erhalten, der zweite Sohn ein Drittel und der dritte Sohn ein Neuntel. Damit stehen die Söhne vor einem Problem…

Mit dieser Geschichte – die natürlich ein überraschende Lösung hat – leitet William Ury, Mediator und Mit-Autor des Klassikers „Getting to yes” (deutscher Titel: „Das Harvard-Konzept”) seinen kurzen, englisch-sprachigen Vortrag ein.
Er spricht darin über Konflikte und die Bedeutung des Umfeldes, in dem sie stattfinden. Dieses Umfeld bezeichnet er als „Dritte Seite” eines Konflikts, die zusätzlich zu den (idealtypisch) zwei entgegengesetzten Seiten der Streitenden gesehen werden sollte. Von dieser Dritten Seite können Impulse kommen, die zur Entschärfung des Konflikts führen und Einigungsmöglichkeiten andeuten. Dabei geht es Ury nicht um professionelle Konfliktbearbeitung, sondern um respektvolle und offene Begegnung, in der Gemeinsamkeiten entdeckt und Unterschiede verstanden werden können. Damit, so seine Hoffnung, können langfristig auch ausgedehnte und komplexe Konflikte positiv beeinflusst werden.
Er berichtet von dem Projekt eines Wanderpfades durch verschiedene Staaten im Mittleren Osten, welcher sich am biblischen Weg Abrahams orientiert. Über Staatsgrenzen und religiöse Gegensätze hinweg übt diese Figur einen verbindenden Einfluss aus. So fördert der Wanderweg Begegnung und Verständnis ebenso wie lokale wirtschaftliche Entwicklung im Zusammenhang mit dem Tourismus.
Mit solchen und anderen Ansätzen kann die Dritte Seite – Ury meint uns alle – langfristig einen positiven Einfluss auf die Konflikte ausüben.

Den Vortrag gibt es als Video-Stream (19 min) hier zu sehen.

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