Start in die Mediationsausbildung

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Als Praktikantin hatte ich die Möglichkeit am ersten Modul der Mediatorenausbildung teilzunehmen. Ich gehörte zwar einerseits zur Seite der Ausbildenden, indem ich bei der Vorbereitung half und auch vor Ort für bestimmte organisatorische Kleinigkeiten zuständig war; andererseits durfte ich aber das Gefühl der Teilnehmer teilen, 12 völlig neue und grundverschiedene Menschen kennenzulernen, die sich zuvor nie gesehen haben und nun das nächste Jahr miteinander verbringen werden.

Ich war beeindruckt davon, wie schnell die Gruppe zusammenwuchs, trotz den verschiedensten Berufsgruppen und Altersklassen. „Schuld“ daran war vermutlich der gute Start in die Ausbildung. Freitagmorgen, die Sonne schien, trafen nach und nach die Teilnehmer ein und wurden mit Kaffee, Tee, Obst und Keksen begrüßt. Man stellte sich einander vor und kam langsam ins Gespräch. Als es endlich „richtig“ losging setzten wir uns im Kreis um einen Sonnenblumenstrauß zusammen und die „offizielle Kennlernrunde“ konnte beginnen. Es war spannend zu hören, aus welchen Bereichen die anderen kamen und was sie dazu bewegte, die Ausbildung zum Mediatior zu machen.

Das Arbeitsklima war sehr entspannt. Ich hatte nicht das Gefühl, mir würde etwas von einem autoritären Lehrenden, der vorn steht und seinen Zeigestock schwingt, eingetrichtert, sondern die Inhalte wurden fast selbständig von den Teilnehmern erarbeitet und am eigenen Leib durch Rollenspiele erfahren und geübt. Dabei wurden die Arbeitsgruppen stets neu gemischt, sodass alle untereinander die Möglichkeit hatten, miteinander in Kontakt zu treten.

Diese ersten und zweiten Kontaktaufnahmen vertieften sich in den Pausen. Dabei schien es keinerlei Auswahlkriterien zu geben: jeder unterhielt sich mit jedem, jeder wurde respektiert und gehört.

Zum Ausklang gaben alle positives Feedback: Wir fühlten uns gut aufgehoben und waren voller Vorfreude auf die folgenden Module. Das Wochenende verlief so spannungsvoll wie der erste Tag, die Teilnehmer waren neugierig und freuten sich auf das, was kommen würde. Das erste Modul war also ein voller Erfolg, vielleicht auch wegen der leckeren Kekse und des wunderbaren Wetters…

Bleibt nur noch eine Frage offen: sollte ich auch so eine Ausbildung machen?

Lucas Mees

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