Neues Mediationsgesetz – Ist Schlichten besser als Richten?

von Christian Geyer (31.1.12, Frankfurter Allgemeine Zeitung)

Den Artikel von Christian Geyer zu dem Mediationsgesetz habe ich mit viel Aufmerksamkeit und Interesse gelesen. In einem wesentlichen Punkt möchte ich jedoch das Bild von Mediation – im Unterschied zur Darstellung von Herrn Geyer – ergänzen.

Die Praxis der Mediation als eine Form der außergerichtlichen Konfliktlösung hat sich in den letzten Jahren zunehmend etabliert. Existiert ein Konflikt ist eine von vielen Überlegungen zum Konfliktmanagement, den Konflikt mit Mediation beizulegen. Namhafte Unternehmen wie SAP, EON, Audi, Deutsche Bahn und viele Andere haben sich zu dem Round Table Mediation und Konfliktmanagement der deutschen Wirtschaft zusammengeschlossen, um diese Methode voranzubringen und ihre Anwendung in der Wirtschaft zu befördern.

In Schulen unterstützen Konfliktlotsen streitende Schüler, in Betrieben werden zerstrittene Team und Gruppen durch Konfliktmoderatoren, Mediatoren und Klärungshelfer darin unterstützt, Konflikte anzugehen und effizienter in ihrer Performance zu sein.

Führungskräfte und Andere lernen gerade durch die Methode der Mediation, Konflikte zu identifizieren und zu bearbeiten. Darin liegt auch die große wirtschaftliche Bedeutung aller Konfliktlösungsmethoden, die neben Mediation auch Konfliktmoderation, Klärungshilfe, Einzelgespräch mit den Konfliktparteien oder ein Konfliktcoaching einer der Konfliktparteien beinhalten.

Die Arbeit von Mediatoren ist wertvoll und trägt zu einem besseren Arbeits- und Lebensklima in der Bundesrepublik und anderswo bei. Hoffentlich lernen noch viele Menschen Mediation.

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