Marketing für Mediatoren- Workshop beim BM Kongresses

Für angehende und auch etablierte Mediatoren stellt sich immer wieder die Frage, wie man sich als Mediator im Markt positioniert und wie man Konfliktfälle akquiriert. Dieser Frage bin ich gemeinsam mit der Marketingspezialistin Petra Diebitz in einem Workshop nachgegangen, den wir am dritten Tag des Kongresses mit dem Schwerpunkt „Zukunft der Mediation” durchgeführt haben.

Wir sind mit der Hypothese gestartet, dass für die meisten Mediatoren das Thema Marketing eher negativ besetzt ist.
Wenn von Marketing die Rede ist, denken viele an Werbung, Kommunikation, Akquise und Verkaufen. Uns ging es darum, gemeinsam mit den Workshop-Teilnehmern ein Verständnis von Marketing zu entwickeln als eine strukturierte Vorgehensweise, die es im ersten Schritt jedem ermöglicht, seine Fähigkeiten, Kompetenzen und Alleinstellungsmerkmale zu identifizieren und zu bewerten. Das ist die elementare Vorraussetzung für die Entwicklung einer eigenen individuellen Marketing Strategie.

Kleine Leseraufgabe

Bevor Sie weiterlesen, könnten Sie folgende Frage beantworten: Welchen Stellenwert hat Marketing für Sie im beruflichen Alltag auf einer Skala 1-10. 1 steht für gar keinen Stellenwert und 10 steht für sehr hohe Bedeutung.

Marketing gibt Orientierung

Als kleine Hilfestellung hier eine Auswahl von Fragen, die Sie sich stellen können und kritisch prüfen sollten, ob Sie eine schlüssige und eindeutige Antwort finden.
Die wichtigsten Fragen sind:

  • Wie lautet Ihre fokussierte Kernbotschaft für Ihren Kunden?
  • Was sind Ihre persönlichen Erfolgsfaktoren?
  • Haben Sie ein definiertes CD/CI?
  • Wie schaffen Sie Wiedererkennung?
  • Wie und wodurch differenzieren Sie sich von Ihrem Wettbewerb?
  • Haben Sie ein einmaliges Angebot (UniqueSellingProposition?) etc.

Eine Systematische Vorgehensweise ist das A und O für ein erfolgreiches Marketing. Die wesentlichen vier Schritte hierfür sind:

  1. Analyse
  2. Konzeption
  3. Umsetzung
  4. Kontrolle

1. Analyse

Die Analyse bezieht sich auf:
a) den Markt – Welche Zielsegmente, Zielkunden bieten sich an?
b) die Wettbewerber – Wer bietet Mediation (erfolgreich) an?
c) Eigenes Stärken – und Schwächenprofil
d) Chancen und Risiken

2. Konzept

Jetzt wird ihre Strategie erarbeitet:
a) Marketingziele – Wie viele Neukunden will ich akquirieren oder wie viele Mediationen zusätzlich will ich machen, was ist mein Zielmarkt, wie viel Umsatz will ich machen, etc.
b) Marketingstrategie
Was muss getan werden, um die definierte Ziele zu erreichen?

3. Umsetzung

Die 4 Marketing-P’s werden hier mit konkreten Maßnahmenplänen versehen:

a) Price
b) Product
c) Promotion
d) Placement

Als Ergebnis haben sie einen Marketingplan, der genau beschreibt, welche Aktivitäten, Methoden und Mittel Sie in der Kommunikation einsetzen wollen, um Ihr Angebot zu einem bestimmten Preis einer definierten Zielgruppe anzubieten.
Weiterhin legen sie Ihr CD (Corporate Design – Farben, Grafiken, Sprache, Auftreten, Layout, Logo, etc.) fest, sozusagen als Basis ihrer Kommunikation.
Jede einzelne Aktivität – sei es die Entwicklung eines Flyers, eine Direktmarketingaktion oder Ihr Internetauftritt – zahlt dann immer auf die gleiche Marke ein.

4. Kontrolle

Zu guter letzt ist es von großer Wichtigkeit Ihren Marketingplan auch zu prüfen auf den – hoffentlich guten – Erfolg Ihrer Aktivitäten. Wenn dieser nicht Ihren Erwartungen entspricht, haben Sie die Möglichkeit, notwendige Korrekturen zu veranlassen.

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