Konfliktkosten I

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In dieser Blogreihe werden Beiträge eingestellt, die sich mit dem Thema Konfliktkosten beschäftigen.

Das Thema Konfliktkosten ist spätestens seit der Studie der KPMG zu Konfliktkosten auch unter Mediatoren ein gern diskutiertes Thema. Bemerkenswert an der Studie ist der Hinweis, dass alle Prozesse in den Unternehmen in den letzten Jahren optimiert wurden bis auf das Konfliktmanagement.
Das Interesse an Konfliktkosten wächst auch durch die Hoffnung, aus ihnen Argumente für den Einsatz von Mediation ableiten zu können. Bei näherer Betrachtung stellt sich das allerdings gar nicht als so leicht heraus.

Kostenkategorien

Sehr schnell stellt sich die Frage, von welchen “Kostenstellen” die Rede ist. Welche Kategorien werden herangezogen, wenn von Konfliktkosten gesprochen wird?

Roland Kunkel hat hierzu eine Reihe von Kategorien vorgeschlagen:

  • Zeit:

Durch Konflikte gibt es einen Zeitverlust – es wird zum Beispiel langsamer gearbeitet.

  • Reputation nach innen

Die Kompetenz einer Abteilung wird gering eingeschätzt.

  • Reputation nach außen

zum Beispiel bei Konflikten möglicher Ansehensverlust

  • Gesundheit

Es kann zur Beeinträchtigung der eigenen Gesundheit durch Konflikte kommen – ablesbar an einem erhöhten Krankenstand.

  • materielle Schäden

Zum Beispiel keine Beförderung.

  • Soziale Belastungen

Sie erschweren die Kommunikation mit den Kollegen.

Roland Kunkel betont, dass persönliche Beziehungen bei Konfliktkostenrechnungen nicht eingerechnet werden sollen. Sie werden zu leicht instrumentalisiert. Kostenüberlegungen sollten sich auf Rollenbeziehungen sowie auf die strukturelle und strategische Dimension beschränken.

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