Der Mediationstag aus Sicht einer Noch-nicht-Mediatorin

Mitte März, mein Thermometer misst irgendwas um 0°C und es schneit. Gute Voraussetzungen für einen Freitag auf dem Berliner Mediationstag. Es ist 8 Uhr morgens und der Kongresssaal ist noch leer. Lediglich einige Kellner wuseln umher und bauen das Kaffeebuffet auf. Wir bereiten alles für die 170 erwarteten Gäste vor, Informationstische werden aufgebaut und dekoriert.

Johan Galtung, der heutige Referent, kommt herein Peter Knapp stellt uns vor – ein sympathischer älterer Herr mit guten Chancen zum „lieben Onkel 2010“.

Nach und nach trudeln die ersten Gäste ein. Einige Gesichter kenne ich und ich freue mich, dass sie auch mich kennen und auf mich zukommen, um mich zu fragen, was ich so mache. Viel Zeit zum Tratschen bleibt allerdings nicht, denn die anderen Gäste möchten auch eingewiesen werden: „Ihre Jacken können Sie unten in die Garderobe hängen.“, „Der Kongresssaal befindet sich oben links.“ oder „Genießen Sie doch noch eine Tasse Kaffee, bevor es losgeht.“

9:30 Uhr, Birgit Keydel läutet ein Glöckchen, es geht los. Ich suche mir einen Platz und warte gespannt auf die Dinge, die da kommen.

Johan Galtung erzählt uns quasi sein Leben, seine 50jahrelange Erfahrung als weltweiter Vermittler und Friedensstifter. Er berichtet in netten, lustigen Geschichten, was er erlebt hat. Der 4. Berliner Mediationstag ist für mich keine Lehrveranstaltung im eigentlichen Sinne, sondern eher eine „Märchenstunde“ mit fachlichen Hintergründen.

In den Pausen wird gegessen, getrunken und natürlich geredet. Denn wann hat ein Haufen von Mediationsinteressierten schon mal die Gelegenheit das gesamte (Berliner) Kollegium zu treffen? Alle scheinen sich zu kennen, besonders beliebt bei der Gesprächspartnerwahl sind die Veranstalter Peter Knapp und Birgit Keydel. Ich selbst sitze manchmal etwas abseits und beobachte das Treiben, bis sich dann jemand zu mir setzt und mich in ein Gespräch verwickelt.

Das offizielle Ende des Mediationstags

Wenn Peter Knapp nicht das Wort ergriffen hätte, um den Tag abzuschließen, wären wir alle sitzen geblieben und hätten Johan Galtung noch einige weitere Stunden zugehört, denn fertig war er mit seinen spannenden Erzählungen noch lange nicht.

 

Lucas Mees

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