Ausbilderkonferenz des Bundesverbandes Mediation

10-11. Mai 2010 in Freiburg

Die Ausbilder des Bundesverbandes Mediation sind angehalten, in fachlichem Austausch mit ihren Kollegen zu stehen. Dies wird durch regionale wie bundesweite Ausbilderkonferenzen abgedeckt. Eine solche bundesweite Zusammenkunft von Ausbildern/innen fand vom 10.-11. Mai 2010 in Freiburg/Breisgau statt. Ein Vorbereitungsteam, bestehend aus 8 Personen, meist Ausbilder/innen lokaler Ausbildungsinstitute, hatten sich zur Ausrichtung der Konferenz zusammen getan.

Ein guter Effekt dieser Ausbildungskonferenzen ist, dass nicht nur eine bundesweite, sondern auch lokale Vernetzung der Ausbilder/innen geschieht.

Auf der Konferenz wurde in parallelen Workshops, die von einzelnen Ausbildern angeboten wurden, zu folgenden Themen gearbeitet:

  • Mythos der Freiwilligkeit
  • Schönheit der Bedürfnisse
  • Wertequadrat
  • Marktsituation Mediation
  • Umgang mit Konflikten unter Mediatoren/innen
  • Ausbildungsbegleitende Supervision
  • Information von dem Vorstand an die Ausbilder/innen
  • Informationen zu dem Kongress des Bundesverbandes Mediation (BM) in Berlin vom 16.-18.September 2010
  • Vermittlung von Ausbildungsinhalten
  • Umgang mit schwierigen Ausbildungssituationen
  • Qualitätskriterien für die Fachkonferenz für Ausbilder/innen

Alle Workshops, die ich besucht habe, waren anregend, sowohl inhaltlich als auch der Austausch mit den Kollegen/innen.

Besonders interessant und weiter bedenkenswert erschien mir die Diskussion, inwiefern Ausbilder/innen im Konfliktfall selbst die Methode der Mediation für sich in Anspruch nehmen. Da Ausbilder/innen Fachkräfte der Konfliktbearbeitung sind, gibt es eine Tendenz, dass es für sie eher schwierig sein könnte, in die Mediation zu gehen. Es könnte angenommen werden, dass Mediatoren/innen ihre eigenen Konflikte besser regeln können müssten als andere Menschen. Und deshalb könnte es für Mediatoren/innen oder Ausbilder/innen für Mediation schwieriger sein, sich selbst in eine Mediation zu begeben.

Aus eigener Erfahrung als Ausbilder für Mediation in Unternehmen kann ich berichten, dass das Bearbeiten von Konflikten in einer Mediation professionell, unterstützend und sogar wohltuend sein kann. Aber ich musste auch Reaktionen in Kauf nehmen, die von Erstaunen bis Infragestellen meiner Mediationskompetenz ging.

Hier ist es sicher spannend, zu überlegen, wie wir auch in den eigenen Reihen der Mediatoren/innen und Ausbilder/innen die Nutzung der Mediation stärker zur Normalität werden lassen.

Warum Mediation nicht zur Gewohnheit unter Mediatoren/innen werden lassen und über sie aus der Sicht des/der Mediand/in – also als Teilnehmer/in einer Mediation – berichten?

Das könnte ein weiteres Qualitätskriterium für Ausbilder/innen für Mediation sein, selbstverständlich die

eigenen Konflikte mit Mediation zu bearbeiten. Der Effekt in der Marktentwicklung wäre für die Auftragslage von Mediatoren/innen sicher begrüßenswert.

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