Einflussfähigkeit stärken

Einflussfähigkeit bedeutet nach weit verbreiteter Meinung, willensstark seine Forderungen zu stellen und durchzusetzen. „Wirklich einflussreiche Menschen setzen sich nicht durch, sondern äußern Wünsche, sprechen über ihre Motive, Werte und Anliegen” schreibt Frau Echter in ihrem Online-Beitrag bei Harvard Business Manager. „Einflussreiche Menschen wie Topmanagerinnen und Topmanager äußern ihre persönlichen Wünsche und Anliegen, mit denen sie überzeugen, begeistern möchten. Diese sind immer positiv, enthalten keine Negation und Drohung”. Die Botschaft lautet: Persönlich sprechen, um wirksam zu sein. Wichtig ist, die Nachrichten positiv und konkret als Ich-Botschaft zu formulieren.

Ein Beispiel für eine solche Formulierung könnte sein: Mir ist die Optimierung des Einkaufsprozesses deshalb so wichtig, weil ich persönlich erfahren habe, wie viel Geld bei mangelnder Präzision einer Entscheidung verloren gehen kann.

 

Nach Echter pflegen erfolgreiche Manager Ihren Einfluss durch Respekt, Wertschätzung, Dankbarkeit und unkomplizierten Umgang. Kurzfristig beugen Sie sich, weil sie ja langfristig gewinnen wollen.

Was Frau Echter schreibt, teile ich und ist auch Teil meiner Tätigkeit als Coach. Im Management-Alltag sind aber immer noch andere Überzeugungs- und Einflussstile unterwegs: Manager, die sich nicht für ihre Mitarbeiter interessieren, nur über die Projektarbeit diskutieren und im ersten Gespräch bei Übernahme einer Abteilung deutlich formulieren, dass sie Leistungsschwächen ahnden werden.

Die Betonung muss vielleicht in solchen Fällen auf das Thema der Langfristigkeit gelegt werden. Studien belegen, dass kurzfristig kompetitive Führungs- und Verhandlungsstile erfolgreicher sind. Langfristig haben kooperative Stile eindeutig ihren Vorteil. Also könnte die Frage lauten, ob der Führungsstil eines Managers auf kurz- oder langfristige Effekte ausgelegt ist.

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