Frisöre und Coaches

Coaching ist eine junge Profession und ist auf dem Weg, zu einer anerkannten Berufsgruppe zu werden.

Dr. Wolfgang Loos, einer der Begründer des Coachings in Deutschland, zieht in einem Vortrag auf dem 4. Berliner Coachingtag das Beispiel der Frisöre heran, um die Muster der Positionierung einer Berufsgruppe deutlich zu machen. Die Vergleiche sind nach Wolfgang Loos offensichtlich. Namhafte Frisöre (Udo Walz etc.) wie namhafte Coaches firmieren unter ihrem eigenen Namen, während Frisöre des Mittelfeldes Namen wie „Hair-Lounge” oder „Haarstudio” kreieren. Auch die Filialbildung ist bei Frisören wie Coaches ähnlich. Es gibt schon Coaching-Institute, die an mehreren Orten präsent sind.

Die Kernbotschaft von Wolfgang Loos war, dass Coaches sich professionell inszenieren müssen und die Folgen dieser Inszenierung bedenken sollten. Jeder Coach trägt auch eine Inszenierungsverantwortung für die Profession. Das gibt er allen Coaches zu bedenken, wenn sie an der eigenen Positionierung durch Namen, Homepage oder Produktnamen nachdenken.

Was unternehmen Coaches um ihre Inszenierung zu zeigen, fragt Wolfgang Loos. Die Frisöre machen Schaufrisieren. Wie machen sich Coaches sichtbar?

Die Coaching-Verbände vergleicht Wolfgang Loos mit den Zünften des Handwerks. Bei mehr als 20 Coaching-Verbänden zeigt sich deutlich der Unterschied zu den Frisören, die durch eine Zunft vertreten sind. Auch hier könnte ein Konsolidierungsprozess für die Profession Coaching Klarheit und Identität schaffen.

Dies sind nur einige Vergleiche, die Wolfgang Loos in seiner Gegenüberstellung von Coaches und Frisören benennt, um deutlich zu machen, dass Coaching zu einer Profession geworden ist. Deren Mitglieder und Interessenvertretungen sollten sich Gedanken machen,wie sie sich schlüssig und vorteilhaft inszenieren.

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