Erster gemeinsamer Mediationskongress der drei großen Mediationsverbände

Die Zeit ist reif, gemeinsame Sache zu machen. Das zeigten die Verbände BAFM – Bundesarbeitsgemeinschaft für Familienmediaton, der BM – der Bundesverband Mediation und der BMWA – Bundesverband für Mediation in Wirtschaft und Arbeit- bereits durch die Zusammenarbeit während den Beratungen zum Mediationsgesetz.

Dazu stand in der Kongressidee formuliert: „Die Zeit ist reif für ein Zusammenrücken der Mediations-Akteure. Der Austausch, die Vernetzung und Zusammenarbeit der Verbände und Mediatoren soll weiter gestärkt werden“.

In Ludwigsburg trafen sich mehr als 800 Mitglieder der drei Verbände zum Mediationskongress 2012 vom 16. – 17. November 2012. Bemerkenswert, dass auch etliche Teilnehmer aus der Schweiz, Österreich und anderen Ländern teilnahmen. Prof. Dr. Dr. h.c. Friedrich Glasl hielt den Einführungsvortrag zum Thema: „Wie schaue ich eine Konfliktsituation an – und wie interveniere ich dann?“

Er hielt ein Plädoyer für Differenzierung im Mediationsfeld. Es ist wichtig genau hinzusehen, in welchem Kontext die Mediation stattfindet. Eine Mediation in Organisationen und Unternehmen unterscheidet sich von einer Trennungs- und Scheidungsmediation. Eine weitere Unterscheidung nahm Friedrich Glasl vor, indem er problembezogene, visionsgeleitete und lösungsfokussierte sowie und prozessfolgende Mediation unterschied. Ein weiteres wichtiges Thema auf dem Kongress war das verabschiedete Mediationsgesetz. Dazu sprach in der Eröffnung Frau Dr. Birgit Grundmann,Staatssekretärin des BMJ.

Danach behandelten zahlreiche Workshops, am Freitagnachmittag und den ganzen Samstag über die unterschiedlichsten Themen. In drei Podiumsveranstaltungen wurden die Themen „Wirtschaft und Mediation – der Round Table“, „Schulmediation – Performance für Schule Lehrer und Eltern“ sowie „Mediation und Partizipation“ vorgestellt und diskutiert. Mein Fazit: eine gelungene Veranstaltung – viel Austausch unter den Anwesenden – inwiefern dieser Austausch zwischen den Teilnehmern unterschiedlicher Verbände geschehen ist, ist schwer zu beurteilen. Ein Kongress mit vielen Teilnehmern könnte auch heißen, dass Mediation an Bedeutung in unserer Gesellschaft gewinnt.

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